Ein Jahr ist vorbei, so schnell, wie noch nie. Leider habe ich viel zu wenig kommentiert und viel zu wenig gemacht.
Am Anfang war ich neugierig, konsequent, und fleißig. Ich habe wirklich jeden Tag das Stoff in die Hände genommen und etwas dran gemacht. Nach einer Weile, habe ich nur jeden Tag dran gedacht, etwas zu machen, aber nichts gemacht.
Dann sogar total vergessen,… dann wieder eifrig dran gemacht und wieder ruhen lassen. Schade.
Ich habe keine langwierige ausdauer, oft mal keine 2 Minute. Ist es Faulheit? Ist es Uninteressiertheit? Was ist das?
Ist es wirklich so schwer, konsequent was machen? Die Tabletten nehme ich auch jeden Tag ein, und es hätte auch nicht viel länger gedauert.
Warum sind die kurzfristige Sachen immer wichtiger und die langwierige bleiben an der Strecke?
Für eins war diese Spiel gut. Etwas nachzudenken.
Ich höre von Vielen, dass die Tage immer schneller um sind und alles immer oberflächiger wird.
Muss es so sein? Kann ich das anders? Was soll ich anders machen?
Welche Gefühle habt Ihr bei diesem Spiel? Habt Ihr bis zum Schluß durchgezogen?
Und hier mein Werk:

Januar 7, 2012 at 6:53 pm
Liebe Czilla,
es ist eben bei begrenzter Zeit immer eine Frage der Prioritäten. Und die verändern sich eben. Ich habe auch sehr optimistisch begonnen. Und dann nicht weiter gemacht, weil es mir zuletzt nicht mehr gefallen hatte. Jetzt habe ich mir vorgenommen, das als Letztes gestricktes aufzutrennen und dann ander weiter zu machen.
LG
Antje
Januar 8, 2012 at 8:18 am
Meine liebe Csilla, Ich hatte damals gar nicht erst angefangen, weil ich genau wusste, ich würde nicht durchhalten.
Ein ganzes Jahr, da kann so viel geschehen und dazwischen kommen. Und ich kenne mich, ich halte solche Projekte nie durch. Auch die vielen tollen Fotoprojekte, die es im Netz gibt, und an denen ich mich gern beteiligen würde. Keines habe ich bisher durchgehalten. Entweder hatte ich nicht das passende Foto, oder ich hatte keine Zeit, es zu bloggen…
Ich glaube, wir haben einfach zu viel unter einen Hut zu bringen. Unseren Lebensunterhalt verdienen, unser zweites Standbein aufbauen [wobei da so viel dazu gehört, dasss es allein schon reichen würde]. Dann sind da noch die Kinder, die uns nicht weniger brauchen, nur, weil sie aus dem Haus sind. Dann kommt bei dir noch dieses Ärgernis hinzu, über das ich hier nicht schreiben will, du weißt schon. Und dann haben wir noch Dinge, die wir den selbstgewählten Projekten vorziehen, wie zum Beispiel, die Pflege unserer Freundschaften, kleine Treffen, die uns wiederum Kraft geben für unseren Alltag und mit denen wir auch unseren Freunden Kraft geben können, was sehr schön und sehr wichtig ist.
Und dann wollen wir mal nicht vergessen, dass wir auch nicht jünger werden, und ab und an mehr Zeit zum Ausruhen brauchen oder auch so sinnlosen Krankheiten wie Erkältungen nicht mehr mit der gleichen Leichtigkeit begegnen wie früher.
Unser Leben fordert uns Tag für Tag und die Gesellschaft, in der wir leben, verlangt uns ab, bis an unserer Grenzen zu gehen. Wenn wir dazu noch den Anspruch haben, etwas zu tun, was über unsere Pflichten hinaus geht, dann müssen wir auch über unsere Grenzen hinaus gehen. Und das, liebe Csilla, tun wir fast täglich, aber manchmal, manchmal schaffen wir es eben auch nicht.
Und dann bleibt eben einfach was auf der Strecke. Damit müssen wir uns einfach abfinden und bitte, bitte nicht denken, wir wären faul oder so, denn das sind wir nicht.
Ganz liebe und herzliche Grüße
die Mira, die jetzt ein Erkältungsbad nimmt und dann wieder ihren Verpflichtungen hinterher rennt, obwohl Sonntag ist und obwohl sie krank ist.
Januar 8, 2012 at 11:03 am
meine liebe Mira, das hast Du soooo schön geschrieben und danke für alle Wörter. Ich habe heute früh auch festgestellt, dass heute Sonntag ist, ich auch krank bin und trotzdem mache mein “Schicht”. Du hast voll komm Recht .
Ich würde mir heute auch ein Erkältungsbad nehmen und früh ins Bett gehen.
einen schönen Tag wünsche ich dir noch und ab morgen eine erfolgreiche schöne Woche
csilla
Januar 8, 2012 at 12:48 pm
Oh ja Mira, Du sprichst auch mir aus dem Herzen.
? Aber dann sag ich mir immer wieder , setze Dir konsequent Prioritäten und verzettel Dich nicht. Aber das ist leichter gesagt als getan, wenn man den Kopf voller Ideen hat.
Obwohl ich nun schon seit 2 Jahren im Ruhestand bin, hab ich immer wieder das Gefühl, meine Zeit reicht nicht aus. HAt mein Tag heute immer noch 24 Stunden oder sind es nuir noch 24 halbe Stunden
In diesem Sinne wünsche ich auch Dir liebe MIra ein gutes, schöpferisches Neues Jahr und vor allem Gesundheit, das ist ja wohl das Allerwichtigste.